Die ÖBB 156.3420 (ex. Reihe 270) fährt im Sommer 1958 in den Bahnhof Vordernberg ein. © Kurt Eckert / Slg. Eisenbahnstiftung

Eine Eurpäische Universal-Lokomotive

Die Reihe 270 der BBÖ

in der Version der BR 56.34-35 der DRB

Ein Kooperations-Modell von PIKO und Märklin

Die ÖBB 156.3461 (ex. Reihe 270) vor einem Personenzug in Leoben Hbf im Jahr 1961.

© Gerd Wolff / Slg. Eisenbahnstiftung

Zum Vorbild...

Die universel einsetzbaren Lokomotiven der BR 56.34-35 sind ursprünglich für die kkStB entwickelte Heißdampf-Lokomotiven der Reihe 270. Bereits 1915 entwickelt, konnten die ersten 7 Maschinen kriegsbedingt erst 1917 an die kkStB geliefert werden.

Bis 1922 wurden 100 Exemplare für Österreich gebaut, die letzten wurden schon an die junge BBÖ geliefert. Durch die politische Situation zum Ende des ersten Weltkrieges und Anfang der 1920er Jahre waren einige der österreichischen Maschinen in Tschechien verblieben. Die tschechischen Bahnen selbst ließen ab 1919 weitere 119 Loks bauen und reihten sie als 434.1 in ihr Nummernschema ein.

Weitere 351 Lokomotiven entstanden als Reihe 140 zwischen 1920 und 1922 für die rumänischen CFR und 253 Stück als Tr12 für die polnische PKP.

Auch nach Italien und Jugoslawien wurden Loks dieser Bauart geliefert.


Während des II. Weltkrieges Reihe die Deutsche Reichsbahn (DRB) die Maschinen als 56.34-35 in ihren Lokomotivpark ein. Nach 1945 waren die Maschinen vor allem in osteuropäischen Ländern wie Polen, Tschechien, der Slowakei Ungarn, Rumänien zu finden. Aber auch in Österreich - dort waren noch 25 Loks vorhanden - und in Italien taten die Maschinen weiterhin zuverlässig ihren Dienst.


Die letzten Exemplare der Reihe 156 (ex.270) stelle die ÖBB im Jahr 1968 aufs Abstellgeleis. In der Tschechoslowakei waren die 434.1 noch bis 1976 und in Rumänien noch bis 1980 im Dienst.





Die CSD 434.2 ist frühere Version der ÖBB Reihe 270 mit geänderten Kesselaufbauten.

© Johannes Glöckner / Slg. Eisenbahnstiftung

Die ex. CSD 434.257 hier als 56 3619 ist eine tschechische "Schwester-Lok" der ÖBB-Reihe 270.

© DLA Darmstadt / Maey / Slg.Eisenbahnstiftung

Die tschechische 434.2186 zeigt ihren "Rücken". Mit diesem Tendern waren oft auch die 56.34-35 gekuppelt.

© Johannes Glöckner / Slg. Eisenbahnstiftung

Märklin Art. 38270 / PIKO Art. 55934

Im Modell...

Das Modell entsteht als Kooperationsprojekt von PIKO und Märklin, wobei Märklin die 3-Leiter-Wechselstrom-Version und PIKO die 2-Leiter-Gleichstromversion liefern wird.


Das hoch ausgestattete Modell (bei PIKO die XP-Version) besitzt umfangreiche Licht- und Geräuschfunktionen, einen geregelten Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel. Eine Achse ist direkt angetrieben, 3 weitere Achsen werden über die Kuppelstangen angetrieben. Lokomotive und Tender sind weitgehend aus Metall gefertigt. Ein serienmäßig eingebauter Rauchgenerator, mit geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoß, fahrtrichtungsabhängig wechselndes Zweilicht-Spitzensignal konventionell in Betrieb, digital schaltbar, eine Führerstandsbeleuchtung, das Feuerbüchsenflackern und eine Fahrwerksbeleuchtung sind separat digital schaltbar. Die Beleuchtung erfolgt mit wartungsfreien warmweißen und roten Leuchtdioden (LED). Der eingebaute Pufferspeicher überbrückt stromlose Stellen im Gleis. Die Kurzkupplung mit Kinematik zwischen Lok und Tender stellt einen vorbildgerechten Abstand sicher. Der befahrbare Mindestradius beträgt 360 mm. Kolbenstangenschutzrohre und Bremsschläuche liegen bei. Die Länge über Puffer beträgt ca. 20,0 cm.


Bei PIKO erscheint zusätzlich ein rein analoges Modell (Art. 50803) mit digitaler Schnittstelle und ein digitales Modell ohne gepulsten Rauch (Art. 50804).

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Die 56 3401 zieht 1940 gemeinsam mit der 57 207 einen langen Güterzug zwischen Selzthal und Leoben. © RVM-Filmstelle / Carl Bellingrodt / Slg. Eisenbahnstiftung